Überall in Unnas Stadtgebiet erinnern Stolpersteine an die letzten Wohnorte von Opfern des Nationalsozialismus. Die Recherche ihrer Lebens- und Leidenswege und die Verlegung der Stolpersteine sind Sache des Arbeitskreises Spurensuche, der seit über 20 Jahren tätig ist. In dieser Zeit hat er rund 300 Stolpersteine verlegt, darunter Jüdinnen und Juden, die als "rassisch minderwertig" verfolgt und ermordet wurden, und Opfer der sogenannten Euthanasie, des systematischen Massenmords an Menschen mit Behinderung, die von den Nationalsozialisten als "lebensunwert" klassifiziert wurden.
Die Tätigkeit des Arbeitskreises Spurensuche ist Teil des Projekts "Unna ohne Rassismus - Unna mit Courage", das sich gegen jede Form von Diskriminierung einsetzt.
Wenn Sie an diesem einzigartigen Erinnerungsprojekt, das zu Europas größtem dezentralen Kunstwerk geworden ist, mitwirken wollen, wenden Sie sich bitte an das Stadtarchiv. Ein Einstieg ist jederzeit möglich, Vorkenntnisse sind nicht nötig. Neugier genügt.